LBM bestätigt über 400 Einsprüche | Stellungnahme von DB gefordert


Wie der Rheinpfalz am 22. Juni zu entnehmen, hat OB Eger dem Bau- und Planungsausschuss am 20. Juni mitgeteilt, dass über 400 Einsprüche gegen den Bau des geplanten Haltepunkts Süd beim Landesbetrieb Mobilität in Koblenz eingegangen sind. Die hohe Zahl der Einsprüche ist sehr beindruckend - auch im Vergleich zu ähnlichen Verfahren. Wie zu entnehmen, habe der LBM nun Stellungnahmen von der Bundesbahn angefordert.

Stadtrats-Sitzung | Empfehlung für den Bau beschlossen


In der Sitzung am 11. Mai 2017 hat der Stadtrat mit 23 Stimmen der CDU, Grünen und BGS beim Landesbetrieb Mobilität eine Empfehlung zum Bau des S-Bahn-Haltepunkts Süd beschlossen. Alle übrigen 18 Stadträte von SPD, Freie Wählergruppe, Linken, FDP und FWS lehnten nach gründlicher Prüfung und Vortrag ihrer teilweise gravierenden Kritikpunkte die Empfehlung ab.

Dieser Beschluss ist aber nur eine Empfehlung für den Bau des Haltepunkts, die seitens der Stadt bereits an bestimmte Bedingungen geknüpft ist; wobei die Stadtverwaltung betonte, dass letztlich die Bahn baue. Dies mag sicherlich ein Hinweis darauf sein, dass die Befürworter sich sehr wohl bewusst sind, dass noch einige hohe Hürden vor einer eventuellen Realisierung zu nehmen sind. Die nächste Hürde ist das Einspruchsverfahren!

3 stellige Einsprüche | Das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen!


Nachdem die Pläne fast zwei Jahre beim Eisenbahnbundesamt lagen, fand die Offenlegung der Plan-Unterlagen vom 20. März bis 19. April statt. Somit war es allen Bürgern, aber auch den Entscheidern, den Männern und Frauen des Speyerer Stadtrats möglich, sich über die große städtische Baumaßnahme zu informieren. Sollten Speyerer Bürger Einsprüche zu den vorgelegten Unterlagen haben, so konnten sie diese Einsprüche bis zum 3. Mai beim Landesbetrieb Mobilität in Koblenz geltend machen.

Unsere Initiative hat sich über einige Wochen sehr intensiv mit den sehr umfangreichen Unterlagen, den Plänen und Erläuterungsberichten beschäftigt und auch gravierende Ungereimtheiten entdeckt.

Zu bemängeln war außerdem, dass nicht alle Unterlagen vollständig vorlagen. Beim Planfeststellungsverfahren sollten aber - wie bei einer Bauanfrage - alle Pläne vollständig bereit gestellt sein. Wir und mit uns viele Bürger haben ihre Einsprüche fristgerecht eingereicht.

In der vergangenen Woche hat der Landesbetrieb Mobilität informiert, dass Einsprüche in dreistelliger Höhe eingegangen sind.

Das Planfestellungsverfahren ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtvorhabens. Die Einsprüche werden jetzt geprüft. Es ist zu erwarten, dass aufgrund der Komplexität des Themas nun eine längere Bearbeitungsphase folgen wird, evtl. auch eine öffentliche Anhörung zu diesem Thema.

ALLES NUR GEKLAUT? | Wundersame Verdoppelung der Nutzerzahlen


Die Stadt informierte am 8. März über die Presse, dass sich nach einer neueren Studie einer Karlsruher Firma die Nutzerzahlen auf täglich 1750 erhöht hätten. Das Ergebnis bestätigt allerdings unseren schon früher geäußerten Verdacht, dass sich Verlagerungen ergeben und sich hierbei durch die Nähe zum Hauptbahnhof ein besseres Nutzungsergebnis rechnerisch erzielen lässt. Treuherzig erklärt auch der verantwortliche Untersuchungsleiter Dietmar Maier in der Tageszeitung: "Unsere Untersuchung beinhaltet auch die Verlagerungen vom Hauptbahnhof zum Haltepunkt Süd, die nicht unerheblich zum Ergebnis beitragen!"

Die Steigerung des Nutzerpotentials ist nicht unwesentlich das Resultat der beiden konkurrierenden Einstiegsmöglichkeiten, die in gleicher Entfernung zur Innenstadt liegen. Hierdurch sind sogar noch weit höhere Einstiegszahlen für den S-Bahnhof Süd zu generieren. Grundsätzlich geht es bei einer wirtschaftlichen Investition doch darum, dass bei einem neuen Angebot auch "Neukunden" auf den Plan gerufen werden. Wieso hier von Wirtschaftlichkeit gesprochen werden kann, ist unter diesem Aspekt schleierhaft.

Nicht überdacht wird außerdem, dass das betroffene Kämmerergebiet schon jetzt total überlastet ist, Bürgersteige sind durch Fahrzeuge eingeengt, einspuriger Fahrbetrieb zwischen den geparkten Autos die Regel, selbst für Fahrradfahrer ist die Durchfahrt oft schwierig. Ein entsprechendes Verkehrskonzept für das betroffene Gebiet ist nicht vorhanden!

Die so prognostizierten erhöhten Nutzerzahlen - die nach unserer Meinung sogar von der Realität übertroffen werden können - sind ein weiterer Grund, den Haltepunkt Süd nicht zu bauen!
 

KOSTEN-NUTZEN-BILANZ fragwürdig | Städtebaulich eine Katastrophe


Unbestritten ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wichtig zur notwendigen Reduzierung des individuellen Autoverkehrs.

Trotzdem stellt sich die Frage, ob beim Bau des S-Bahnhofs Süd die negativen Auswirkungen und die enormen Baukosten von über 5.000.000 € mit einem millionenschweren städtischen Anteil den Eingriff in ein dicht bebautes Wohngebiet rechtfertigen.

Blick von DrvonHörmann

Standortfestlegung mit falschen Kosten (2012 = 3,4 Mill.!),* falsche Nutzerzahlen (CDU: 3000 Schüler!) gravierende Verkehrsprobleme (Bahnübergang Schützenstraße), fehlendes Gutachten zur Veränderung des innerstädtischen Klimas durch die Baumaßnahme und Rodungen, sowie weitere, erhebliche Beeinträchtigungen im Wohngebiet - alle diese Fakten müssen aufgearbeitet werden, bevor es überhaupt zu einer endgültigen Entscheidung kommen kann.
 

* Näheres zu den falschen Kostenangaben hier
* Kostenentwicklung und städtischer Anteil hier

 

DAUERSTAU am Bahnübergang | Täglich eine Stunde länger geschlossen!


 

SchrankeDie Schützenstraße ist mit täglich rund 10.000 Fahrzeugen eine der am meist befahrenen inner-städtischen Straßen und als Konfliktpunkt MIV 21 im städtischen Verkehrsentwicklungsplan aufgeführt.

Für Rettungsfahrzeuge kommen oftmals bei geschlossener Schranke nur weitere Umwege in Frage.

 

Seit Jahrzehnten kämpft die städtische Verkehrspolitik mit der Situation am Bahnübergang Schützenstraße. Nachdem vor 30 Jahren die Untertunnelung bzw. die Überführung aus technischen und finanziellen Gründen scheiterte, wird jetzt durch den Haltepunkt der Dauer-Stau um eine weitere Stunde erhöht. Nach Auskunft der Bahn ist dies auch aus Sicherheitsgründen nicht zu ändern. Die Schließzeit kann laut Bahn sogar bei Zugbegegnungen im Einzelfall jeweils über 7 Minuten betragen.Verstärkter Rückstau bis in die Dudenhofener- bzw. Landauerstraße ist unausweichlich. Leidtragende sind auch hier die Bewohner. Die bereits hohen Schadstoffemissionswerte im Bereich der Schützenstraße werden durch längere Schrankenschließzeiten steigen und die Umwelt weiter belasten.

Von bisher drei Stunden werden sich die Schließzeiten am Bahnübergang durch den S-Bahnhof Süd um mindestens eine weitere Stunde verlängern.

 

SÜD BAHNHOF | Ein Schild sagt die Wahrheit


Südbahnhof_Schild02Gerne wird das geplante Großprojekt auf eine kleine Bus-Haltestelle herunter geredet - letztlich wird es eine Groß-Baustelle inmitten eines Wohngebiets. 3000 qm werden überbaut und 320 lfm Baumbestand werden abgeholzt. In über zwei Meter Höhe über Straßenniveau - in engem Abstand zu einstöckigen Privathäusern - entstehen Bahnsteige, die auch über Nacht hell erleuchtet sein müssen.

 

 

Unterführung bringt keine Entlastung | Am besten Fahrrad tragen


PaulNDie am Süd-Bahnhof entstehende Untertunnelung wird als Entlastung des Bahnübergangs Schützenstraße angepriesen. Der nur etwas über 2 Meter breite Durchlass ist nur über Treppen und bekanntermaßen störanfällige Aufzüge zu erreichen. Der enge Standort lässt keine großzügige Lösung zu.

Eine Unterführung ist immer auch ein unangenehmer Ort, der in der Regel gemieden wird. Inwiefern hier von einer „signifakanten“ Verbesserung gesprochen wird, ist deshalb absolut nicht nachvollziehbar.

 

Frischluftschneise unterbrochen | Süd Bahnhof als "Heißer Brüter"


KorridorNach einem Gutachten zum Stadtklima Speyer dienen die Felder zwischen Harthausen und Speyer als Frischluftreservoir. Über Korridore gelangt diese abkühlende Luft nachts in die Innenstadt. Wichtige Schneise ist hier die baumbestandene Bahntrasse, die jetzt auf 3000 qm durch die Rodung und Überbauung unterbrochen wird. Durch die Aufheizung der betonierten Fläche kann sich besonders in den immer heißer werdenen Sommermonaten das Stadtklima zum Negativen verändern. Gutachten, die die klimatischen Auswirkungen des geplanten Süd Bahnhofs untersuchen, sind noch nicht erstellt worden.

mehr hierzu

 

Stadt: Alles halb so schlimm! | Anwohner fühlen sich belästigt


In unmittelbarer Nähe zur einstöckigen Bebauung erheben sich über zwei Meter hohe Bahnsteige, Aufzüge und Treppen zu Bahnsteig und Untertunnelung. Die Fahrgast-Verlagerung vom Hauptbahnhof zum Bahnhof Süd sorgt für zusätzlichen Verkehr. Die Anwohner erwarten Lärmbelästigungen, Beeinträchtigungen durch die nächtliche Beleuchtung und den unattraktiven Ausblick auf eine 3000 qm große Bahnanlage mit Sicht- und Lärmschutzwänden, die dem Wohngebiet einen veränderten Charakter geben wird.

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Durch Markierung der Bahnsteighöhe an ihren Hauswänden demonstrierten die Anwohner bei der Übergabe ihrer Unterschriftenlisten am 17. Juni 2015 an den Oberbürgermeister die direkten Auswirkungen der Baumaßnahme an der engsten Stelle der Hirschstraße. Problematisch ist außerdem, dass die Bahn hier kaum freie Verkehrsflächen hat und ein langer Geländestreifen im Privatbesitz verschiedener Anwohner ist.

 

CDU: Dudenhofen macht mit | Nur was für Radler & Fußgänger?


Dass Dudenhofener Bürger zu Fuß zum Bahnhof Süd kommen ist eher unwahrscheinlich, die Fahrradstrecke zum Bahnhof Berghausen ist für viele sogar kürzer. Im Bereich des Haltepunkts gibt es weder freien Parkraum noch sind Parkplätze vorgesehen..

Welchen Sinn soll also diese von der CDU initiierte Unterschriften-Sammelaktion in Dudenhofen haben?

ParkRide

 

BUS 561: Die kostengünstige Alternative | Nutzen, was da ist!


Die Buslinie 561 verbindet die S-Bahn mit den Institutionen, die angeblich den Süd Bahnhof dringend brauchen: vom Vincentius-Krankenhaus, über Universität, Landesbibliothek, Judo MAXX, Zirkus Bellissima, den Gymnasien oder der Landesbibliothek, alle genannten Ziele werden direkt angesteuert. Sogar direkt bis zum Eingang .....

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Was verwundert: Die Anbindung an den S-Bahntakt fehlt, das Angebot wird wenig frequentiert, nur 1x pro Stunde fährt der Bus, könnte sogar die Strecke 4 x pro Stunde befahren.

Ist der angebliche Bedarf am Ende gar nicht so groß?

 

 

Deshalb unser

Appell an die politisch Verantwortlichen der Stadt


Wir sehen die S-Bahn als wichtigen Bestandtteil einer Infrastruktur, die den Autoverkehr reduzieren und dabei die individuelle Mobilität erhalten will. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs als zukunftweisendes Verkehrsmittel wird von uns auch nicht in Frage gestellt.

ABER:

Wir haben begründete Zweifel, dass die Einrichtung eines dritten Haltepunkts auf einer innerstädtischen Gesamtstrecke von 2460 m wirklich Sinn macht und die enorme finanzielle Investition und den massiven Eingriff in das Wohngebiet rechtfertigen.

WIR SAGEN:

Der prognostizierte Bedarf ist zu gering und resultiert im Wesentlichen auf der Verlagerung des Fahrgastaufkommens vom Hbf zum Haltepunkt Süd.
 
 
Der Haltepunkt Süd bietet nicht die strukturellen Möglichkeiten, die beim 1300 m entfernten Hauptbahnhof bereits vorhanden sind und genutzt werden können. (Busbahnhof / Parkhaus / Taxistand usw.).
 
 
Ein Haltepunkt Süd, der nur für Fußgänger und Radfahrer gedacht ist, ist bei diesen exorbitanten Kosten nicht zu rechtfertigen, zumal die finanziellen Lasten von der Allgemeinheit getragen und durch Einsparungen in anderen Bereichen (Sport / Kultur etc.) ausgeglichen werden müssen.
 
 
Die mit der Einrichtung verbundene Verlängerung der Wartezeiten am BÜ Schützenstraße wird sich auf mindestens eine weitere Stunde pro Tag erhöhen und die angespannte Verkehrssitation in diesem heiklen Bereich weiter verschärfen.
 
 
Der Einbau von notwendigen Sicht- und Lärmschutzeinrichtungen, sowie der barrierefreie Zugang zum weit über dem Straßenniveau liegenden Bahnsteig und zur Fußgängerunterführung verteuern das Projekt und führen zu einem Baukörper, der zwar technisch machbar, aber letztlich von niemand in dieser Form so gewollt wird.
 
Ungeklärte Grundbesitzverhältnisse und Enteignungsmaßnahmen werden das Verfahren zusätzlich erschweren.
 
Durch die Einrichtung des Haltepunkts Süd wird sich die Situation des Hauptbahnhofs ändern und eine Verlegung der Verkehrsströme in den Bereich Mittelkämmerer auslösen.

 

Wir bitten die politisch Verantwortlichen im Stadtrat - auch vor dem Hintergrund weiter steigender Kosten - das Gesamtprojekt erneut zur Diskussion zu stellen und sich für die Aufhebung bestehender Stadtratsbeschlüsse zum S-Bahn-Haltepunkt einzusetzen.

 

WIR DANKEN ÜBER 1200 BÜRGERN FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hier unser neues Flugblatt zum Selbstausdrucken:

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Laden Sie den aktuellen Flyer mit 10 Gründen, warum Sie gegen den Bau des S-Bahnhofs Einspruch einlegen sollten!

Nutzer sollen einer aktuellen Studie nach täglich den Haltepunkt Süd aufsuchen.

Eine Invasion im Wohngebiet oder alles ganz normal?

Eine neue Zuschrift von Architekt C.D. Schmitt beschäftigt sich aktuell mit dem Ergebnis dieser "Potentialanalyse"!

hier

Kontakt unter mail@kein-haltepunkt-sued.de

Bürger sind bis Ende 2015 unserem Appell gefolgt und haben den Stadtrat aufgefordert, das geplante Vorhaben noch einmal kritisch unter die Lupe nehmen.

IMPRESSUM

Von vielen Mitbürgern erfahren wir für unsere Initiative Zustimmung. Wir freuen uns über Ihre Mails, mit der Sie Ihre Unterstützung für unsere Argumente bekunden. Hier finden Sie aktuelle Zuschriften

KEIN HALTEPUNKT SÜD
Kritische Bürgerbeteiligung an der Diskussion
FlyerKHS
counter.de
1218
Quelle Stadt Speyer

NACHGEFRAGT

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