Welchen Einspruch kann ich gegen den Bau des S-Bahnhaltepunkts Süd einlegen?

Hier Beispiele und Formulierungen, die für Sie evtl. in Frage kommen und die Sie für Ihren persönlichen Einspruch verwenden können.

 

Ich erhebe Einspruch, .....

• weil ein Grüngürtel, der wichtig für Natur, Umwelt und Stadt-Klima ist, auf 200 m unterbrochen wird

• weil es nur generelle, allgemein gesellschaftlich Gründe (Strassenverkehr auf die Schiene etc. ) für den Haltepunkt gibt, aber alle Sachfakten gegen den Haltepunkt Süd an der geplanten Stelle sprechen

• weil die verlängerten Schranken-Schließzeiten an zwei Bahnübergängen zu weiteren Belastungen des innerstädtischen Verkehrs führen

• weil ich mich als Fußgänger und Radfahrer durch längere Wartezeiten am Bahnübergang und hierdurch erfolgende Lärm- und Feinstaubbelastung in meiner Gesundheit beeinträchtigt sehe

• weil eine wichtige innerstädtische Verkehrsachse durch die erheblich längeren Schließzeiten als Rettungsweg für Feuerwehren und Rettungsfahrzeuge im Notfall blockiert wird. Im Extremfall können Umwege auch Leben kosten

• weil bei der städtischen Finanzlage und den Einspar-Auflagen des Kommunalen Entschuldungsfonds Kürzungen in anderen Bereichen auf die Speyerer Bürger zukommen werden und ich nicht möchte, dass z.B. sport- und kulturtreibenden Vereinen wegen eines unnötigen Bauvorhabens Gelder gestrichen werden

• weil ich nicht möchte, dass meine Heimatstadt mit einem Schildbürgerstreich in die Fernsehnachrichten kommt und der Steuergeldverschwendung bezichtigt wird

• weil es dringende und wichtigere Punkte gibt, die momentan von der Stadt finanziert werden müssen (Schulen, Kinderbetreuung, Flüchtlingsintegration usw.)

• weil der Standortbeschluss im Stadtrat 2012 aufgrund falscher Vorgaben (Kosten nur 3,4 Mill.!) erfolgte, obwohl der Öffentlichkeit schon längst weitaus höhere, belastbare Kostengutachten vorlagen

• weil die Baukosten eines dritten Haltepunkts für Speyer und für ein sehr begrenztes Nutzerpotenzial (wie behauptet nur Fußgänger/Radfahrer) bei der städtischen Finanzlage nicht zu rechtfertigen ist

• weil die rund 3000 qm große, versiegelte Bahnanlage das Stadtklima weiter aufheizt

• weil eine der letzten drei, wissenschaftlich nachgewiesenen Frischluftschneisen, welche im Sommer nachts kühle Luft in das Stadtzentrum transportiert, durch das 3000 qm große Bauwerk unterbrochen wird.

• weil viele große Bäume abgeholzt und Lebensraum für viele Vogelarten, Fledermäuse, etc. zerstört wird

• weil bei prognostiziert 1750 Nutzern, vornehmlich Fußgänger und Radfahrer, in der vorliegenden Planung viel wenig Radabstellplätze vorgesehen sind

• weil das Stadtgebiet Süd und die hier ansässigen Institutionen ( Uni, Krankenhaus, Schulen, Labi etc. )durch die Buslinie 561 Hauptbahnhof-Universität bereits an den ÖPNV angeschlossen sind

• weil die Gegenüberstellung der Alternative „Kosten der Anpassung der Busfahrten der Linie 561 an die Taktzeiten der S-Bahn“ mit den „Kosten für den Bau des S- Bahn-Haltepunkts“ nicht berücksichtigt wurde

• weil dieser S-Bahnhaltepunkt durch die Nähe zum Hauptbahnhof nur eine Nutzungsverlagerung darstellt und wenige neue Nutzer dazu kommen werden

• weil der geplante S-Bahnhof nur 1100 m vom Hauptbahnhof liegt, zu wenig neue Nutzer bringt und deshalb unnötig den unter finanziellem Druck stehenden Stadthaushalt belastet

• weil die tatsächlichen Kosten sowie die Kosten für die Betriebs- und Instandhaltung noch immer nicht bekannt sind und nachweislich von Anfang an zu niedrig angesetzt waren

• weil der Bahnhofsbau mit keinerlei verkehrstechnischen Planungen seitens der Stadt begleitet wird

• weil die Fußgängerunterführung in der geplanten Form wegen fehlender Einsicht ein sozialer Gefahrenpunkt und ein nachgewiesener Angstraum darstellt

• weil die nur 2,50 m breite Unterführung mit Treppen nicht die von den politisch Verantwortlichen versprochene Entlastung des Bahnübergangs Schützenstraße darstellen kann

• weil die Unterführung wegen fehlender Rampen für Radfahrer, Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen, Gehbehinderte und ältere Menschen nicht akzeptabel ist

• weil es keine Konzepte gibt, wie der durch den S-Bahnhof ausgelöste Fußgängerzustrom vom Zentrum und wieder zurück über das enge Kämmerergebiet anwohnerverträglich geregelt werden kann ( besonders bei den häufigen Großveranstaltungen im Stadtzentrum / Brezelfest / Altstadtfest etc.)

• weil laut Aussage von OB Eger der Bahnhof in erster Linie nicht den Speyerer Bürgern, sondern den nach Speyer Reisenden dienen soll (Aussage in der Bürgerinformation am 17. Juni 2015 in der Hirschstraße)

• weil etliche Benutzer zur S-Bahn motorisiert und nicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß kommen werden

• weil die bauliche Dimension der Bahnanlage nicht in die über Jahrzehnte kleinteilig gewachsene Stadtstruktur der unmittelbaren Umgebung passt und diese nachhaltig zerstört

• weil durch den abbremsenden und anfahrenden S-Bahn-Verkehr es zu einer erhöhten Zunahme von Schadstoffen, besonders krebserregenden, lungengängigen Feinstäuben, aber auch zu weiteren Lärmbeeinträchtigungen kommen wird

• weil entgegen der Aussagen der politischen Befürwörter die Nutzer der S-Bahn nicht nur aus dem näheren Umfeld und mit dem Fahrrad kommen, sondern viele die Parkgebühren am Hauptbahnhof scheuen und ihre Fahrzeuge kostenfrei im Wohngebiet in der Nähe des Süd-Bahnhofs parken werden, siehe die Situation beim S-Bahnhaltepunkt West

• weil trotz vermehrt nächtlichem Güterverkehr der bisherige grüne Schall- und Sichtschutz komplett wegfällt und so eine zusätzliche Belastung entstehen wird

• weil der erhöhte Parksuchverkehr durch „Unbelehrbare“ trotz fehlender Parkflächen nicht unterbunden werden kann

• weil in meinem Viertel erhöhter Park-Suchverkehr und zusätzliche Autobewegungen durch Zubringer und Abholer zu erwarten sind und sich hierdurch die Feinstaubbelastung und den Lärm im Wohngebiet erhöhen wird

• weil im Bereich der Hirschstraße auf einer Länge von ca. 200 m alle Parkplätze für Anwohner aufgelöst werden und dadurch selbst das Be- und Entladen unmöglich wird

• weil nach Festen Trinkgelage der Heimfahrer gerne auf Bahnsteigen fortgeführt werden und nächtliche Ruhestörungen wegen der Nähe zu Wohnhäusern im Nahbereich unausweichlich sind

• weil .......

 

 

Hier haben wir für Sie Musterschreiben für Ihren Einspruch bereitgestellt:

Musterschreiben als PDF Datei Download PDF
Musterschreiben als Download Einspruch.doc

 

 

 

 

 

 

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KEIN HALTEPUNKT SÜD
Kritische Bürgerbeteiligung an der Diskussion