Der Bahnübergang Schützenstraße liegt an einer der meist befahrenen innerstädtischen Verkehrsachsen.

An dieser Stelle sind die Schranken am Tag bereits rund 3 Stunden geschlossen.

Durch den zusätzlichen Haltepunkt Süd werden sich die Schließzeiten verlängern, eine weitere Stunde wird der Verkehr hier still stehen.*

Bei der Nähe des Haltepunkts zum Bahnübergang Schützenstraße verlängert sich die Gesamtwartezeit an einer der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsachsen um eine weitere Stunde auf somit fast vier Stunden täglich. Bei dem von über 10.000 Fahrzeugen genutzten Bahnübergang erhöht sich für Anwohner und Wartende die Lärm- und Feinstaubbelastung erheblich, natürlich auch bei den beiden anderen Bahnübergängen!

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Durch die Haltezeit (min. 30 sec.), sowie das Abbremsen und Anfahren (ca. 30 – 60 sec.) erhöht sich bei rund 40 Zugbewegungen die Schrankenschließzeit um 60 bis 90 Sekunden, im Extremfall bei der Begegnung zweier Bahnen auf rund 7 Minuten.

Die nebenstehende Tabelle basiert auf Auskunft der Bahn zu den Schließzeiten des BÜ Schützenstraße vom 15.06.2012

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Seit vielen Jahrzehnten ist der Bahnübergang Schützenstraßen und die zum Teil erheblichen Schließzeiten ein städtisches Sorgenkind. Bereits vor vierzig Jahren wollte man an dieser Stelle eine Überführung bzw. Unterführung bauen, um die Belastung für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer inklusive Fußgänger zu reduzieren. Die Nähe zder Wohnhäuser verhinderte den Brückenbau – der unterirdisch fließende Speyerbach verhinderte die Unterführung. Auch Versuche, durch verbesserte Technik die Schließzeiten zu reduzieren, scheiterten an den Sicherheitsstandards. Nach Auskunft der Bahn vom 15.06.2012 wird dies auch beim Bau der S-Bahn-Haltepunkts für weitere Verkehrsstaus sorgen.

Die Bahn hat auch schon in der Vergangenheit mehrfach bekräftigt, dass längere Wartezeiten sich durch bestehende Sicherheitsauflagen nicht verkürzen lassen.

Im Verkehrsentwicklungsplan steht eindeutig:
„Schließzeiten des Bahnübergangs können nicht beeinflusst werden und hemmen auch weiterhin den Verkehrsfluss. Abhilfe würde nur eine Untertunnelung schaffen, die nicht finanzierbar ist…“

Nach Rückfrage bei der Bahn dauert die Regelschließzeit Schützenstr. bei Zügen aus Richtung Speyer Hbf 140s (S-Bahn 130s), bei Zügen Richtung Germersheim 115s. Die Schließzeit im ungünstigsten Fall bei Zugbegegnung und Verzögerung der Abfahrt beträgt 7min 19s.“ Insgesamt wird eine Verlängerung der Schließzeiten um mindestens eine Stunde errechnet.

DB bestätigt erhebliche Verlängerung der Schließzeiten

Dass die Schließzeiten am Bahnübergang Schützenstraße sich stark verlängern, bestätigte die Bundesbahn auch nochmals 2014 auf Anfrage der Rheinpfalz:

„Bei allen Zügen aus südlicher Richtung, die halten und danach zum Hauptbahnhof weiterfahren, bleiben die Schranken des nur wenige 100 Meter entfernten Übergangs mindestens 90 Sekunden länger geschlossen. Davon entfallen auf Ein- und Aussteigen der Fahrgäste zirka 30 bis 50 Sekunden sowie jeweils zirka 20 Sekunden zum Abbremsen und Anfahren.“

Rheinpfalz vom 21.10.2014

Bei dieser Rechnung ging man noch von  ca. 700 Nutzern aus. Inzwischen rechnet man  mit einer Verlagerung von  ca. 1200 zusätzlichen Nutzern von der Einstiegstelle Hauptbahnhof, so dass sich dadurch auch die Ein- und Ausstiegzeit verlängern wird.
Seit 20 Jahren wird bei der Bahn angefragt, durch technische Veränderungen die Schließzeiten zu verkürzen. Mit dem Hinweis auf Sicherheitsstandards wurde dies immer wieder zurück gewiesen.

Längere Wartezeiten erhöhen die Lärm- und Feinstaub-Belastung für die Anwohner

Bei der „Strategischen Lärmkartierung“ hat ein schalltechnisches Beraterbüro die Straßen der Stadt untersucht. Mit Lärmkarten wurde die jeweilige Belastung der Anwohner illustriert. Durchweg in höchster Kategorie wurden hier die innerstädtischen Bereiche Landauer Str., Gilgenstraße und Schützenstraße vermerkt.

Der Lärmaktionsplan der Stadt Speyer führt deshalb die Schützenstraße an vorderster Stelle in ihrer „Hot Spot Analyse“ und attestiert: „Hier gibt es eine große Anzahl von Menschen, die Pegeln ausgesetzt sind, die gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen können.“

PDF laden >> „Stadt Speyer „Lärmaktionsplanung 2008“

Außerdem: Längere Wartezeiten behindern die Arbeit der Rettungsdienste

Rettungsfahrzeuge im Einsatz vor heruntergelassener Schranke gehören zum alltäglichen Bild am Bahnübergang Schützenstraße. Durch verlängerte Schließzeiten wird sich dieses Bild noch häufen.
 
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Stärkung des ÖPNV heißt nicht S-Bahn!

OFFENER BRIEF AN DIE GRÜNEN

Nachdem die Fraktion der GRÜNEN immer wieder und auch im Kommunal – Wahlkampf 2019 auf Flugblättern der Bevölkerung versicherte, dass sie sich für den weitgehenden Erhalt der Bäume am Haltepunkt Süd einsetzt, haben wir nun schriftlich angefragt, was bisher von der Partei unternommen wurde, um dieses  Versprechen einzulösen.

Die Antwort wurde für die 12. KW angekündigt –
wir werden die Reaktion hier öffentlich machen!

Offener Brief an die GRÜNEN

Nachdem die Fraktion der GRÜNEN im Kommunal – Wahlkampf 2019 in Flugblättern versicherte, dass sie sich für den weitgehenden Erhalt der Bäume am Haltepunkt Süd einsetzt, haben wir nun schriftlich angefragt, was bisher von der Partei unternommen wurde, um dieses  Wahlversprechen einzulösen.

Die Antwort wurde für die 12. KW angekündigt – wir werden die Reaktion hier öffentlich machen!